Einfaches Zweikammernhaus

Für dieses einfache Zweikammernhaus braucht man weder Säge noch Bohrer mit Lochbohraufsatz, wie es sonst oft der Fall ist. Benötigt wird lediglich Ponal und ein netter Baumarktmitarbeiter beim Zuschnitt. Schleifpapier sollte man auch zur Hand haben (entweder hat man sowieso welches oder kauft es für wenige Euro direkt im Baumarkt mit oder fragt einen Verwandten / Bekannten), da die Schnittkanten doch oft etwas splittern, auch wenn die Platten vom Profi zugeschnitten wurden.

 

Maße:
Für ein einfaches Haus, das groß genug für einen Goldhamster ist, benötigt man 6 mm Pappelsperrholz in den folgenden Größen und Mengen:
30x20 cm (1x)
30x10 cm (1x)
22x10 cm (1x)
18x10 cm (2x)
10x10 cm (1x)

 

Die entsprechenden Platten kann man sich im Baumarkt beim Holzzuschnitt zuschneiden lassen.
Man kann natürlich auch ganz andere Maße nehmen, aber ich wollte die Häuser so bauen, dass sie nicht allzu viel Platz (30x20 cm Außenmaß) in den nicht gerade riesigen Pflegegehegen wegnehmen und trotzdem eine annehmbare Größe für die Goldhamster bieten. Für Zwerghamster ist das Haus natürlich ebenso geeignet, könnte aber auch kleiner sein. Wenn Sie dafür genaue Maße benötigen, können Sie mich über das Kontaktformular ansprechen.

 

Material:
Neben dem zugeschnittenen Holz benötigt man eine Flasche Ponal (oder ähnlichen lösemittelfreien Holzleim, ich hab Ponal Express genommen) und am besten noch einen Vierkantstab für die Stelzen. Mein netter Baumarktmitarbeiter hat mir diesen zugeschnitten, sodass ich 4 Stelzen mit je 12 cm Länge bekommen habe. Der Rest des Stabs (1m lang war er) kann für andere Stelzen oder sonstwas verwendet werden. Meine Stelzen sind relativ kurz, da es Häuser für Pflegegehege sind und diese kein superhohes Streu bekommen. Man benötigt aber prinzipiell die gewünschte Länge der Stelzen vom Boden bis zur Unterkante des Hauses + 2 cm (oder etwas mehr) als Klebefläche.

 

Vorbereitung:

Vor dem Zusammenkleben ist es ganz wichtig, dass man alle Kanten mit Schleifpapier abschleift, damit der Hamster sich an keinem Splitter verletzen kann.

Aufbau:

Zuerst legt man die Rückwand (30x10 cm) auf den Rücken und klebt beide Seitenwände (18x10 cm) auf. Natürlich könnte man hier kompliziert mit Gehrungszwingen arbeiten, aber mir hat ein Geodreieck zum Überprüfen der Rechtwinkligkeit gereicht. Dummerweise wurden die Häuser im Endeffekt trotzdem etwas schief, aber wen das nicht allzusehr stört, der kommt hier eben auch mit wenig Material aus.

Anschließend wird die Vorderseite (22x10 cm) an eine der Seitenwände geklebt (Achtung: Vorderseite genau wie die Rückwand anbringen, also die Vorderseite auf die Schnittkante der Seitenwand kleben und nicht auf die Fläche der Seitenwand, sonst wird der Eingang zu schmal!). Hier der "Clou": die Vorderseite ist einfach kürzer, sodass automatisch ein Eingang von ca. 7 cm (eher etwas breiter) entsteht.

 

Wenn die Vorderseite hält, die Trennwand (10x10 cm) an die Vorderseite kleben. Ich hab sie 3 cm vom Eingang entfernt angeklebt. Ist aber im Prinzip egal, hauptsache die Hauptkammer wird nicht zu schmal, 15 cm würd ich da schon lassen. Auch hier ist der Durchgang durch die kurze Trennwand wieder etwas breiter als 7 cm und man spart sich das Bohren / Sägen eines Durchgangs.

 

Das Haus auf den Kopf stellen und in die drei Ecken und neben den Eingang die Stelzen kleben. Mit einem Lineal überprüfen, dass die Stelzen alle 10 cm ab der Unterkante des Hauses messen. 2 cm sind Klebefläche im Haus.

Haus weiterhin auf dem Kopf lassen und Dach (30x20 cm) passend darunterschieben.

Dübel am Hausdach ankleben, um ein späteres Verrutschen des Daches zu verhindern (Vorsicht, keinen Kleber an die Wände gelangen lassen, sonst bekommt man das Dach später nicht mehr vom Haus gelöst).

Fertig müsste das Haus dann etwa so aussehen:

Anschließend habe ich das Dach noch mit Klarlack bepinselt (auf die DIN 71-3 achten, damit der Lack ungiftig für den Hamster ist), da ich die Näpfe meist auf die Dächer stelle und sie so etwas resistenter gegen Schmutz und Feuchtigkeit sind. Dazu benötigt man dann natürlich noch den entsprechenden Lack und einen Pinsel, aber das ist ja eher optional.

Die Häuser sind optisch jetzt nicht der Hit, aber wer möchte kann sie noch nach Belieben verzieren mit Dübeln, Serviettentechnik, Farbe und sonstigem Schnickschnack.

Preis:

Das Material für das Haus, also Holz und Stelzen (1 m Vierkantstab) zusammen kostete bei mir gerade einmal 3,81 €! Ponal hat man als fleißiger Hamstereinrichtungsbauer eh im Haus (je nach Größe 3-8 €) und Schleifpapier (gibt es in diversen Größen und Körnungen, daher kann ich keinen genauen Preis angeben, ich hab 10 Stück für einen Schwingschleifer mit einer 120er Körnung genommen) + Lack (8 €) + Pinsel (2-3 €) eventuell auch oder man kauft alles mal und benutzt es noch für andere Dinge.