Gitterabdeckung für Gehege

Bei Aquarien und ähnlichen nach oben offenen Gehegen benötigt man unbedingt eine Abdeckung, da der Hamster sonst leicht entwischen kann. Selbst wenn nach oben eigentlich noch etwas Luft im Gehege ist, sind manche Hamster geschickt genug, sehr viel Streu an einer Seite anzuhäufen um auszubrechen oder auf das Laufrad zu klettern und zu entwischen.

Zum einen ist der Fall aus dem Gehege bis zum Boden sehr gefährlich, zum anderen auch ein freier Hamster in der Wohnung. Er könnte irgendwo verschwinden und sich verletzen oder Möbel, Kabel usw. anfressen.

Daher sollte jedes Gehege unbedingt mit einem Deckel gesichert werden. Oft werden Abdeckungen aus einem Holzrahmen mit angetackertem Volierendraht verwendet. Zu beachten ist, dass Volierendraht quadratische Löcher hat, im Gegensatz zum sogenannten Kaninchendraht. Dieser ist wabenförmig und kann von dem Hamster soweit verbogen werden, dass er entwischen kann. Für Goldhamster sollten die Löcher des Volierendrahtes maximal 1 cm betragen, für Zwerghamster etwa 0,8 cm.

 

Es gibt verschiedene Varianten, wie man diese Abdeckungen bauen kann. In einigen Aquarien sind oben Leisten aus Glas angebracht, auf die man eine Abdeckung legen kann, bei anderen Aquarien muss man den Deckel auf den Rand legen.

 

Maße:

Gehen wir einmal von einem Aquarium aus, bei dem man die Abdeckung auf den oberen Rand legen muss, da keine Ablageflächen für die Abdeckung angebracht sind. Zuerst misst man die maximale Länge des Aquariums aus, beispielsweise 1 m und anschließend die maximale Breite, z.B. 50 cm. Anschließend schaut man im Baumarkt was für Holzleisten sie haben, besonders wichtig ist hier die Breite. Die Holzleisten für die kurzen Seiten des Aquariums müssen nämlich der Breite des Aquariums (z.B. 50 cm) minus 2 mal der Breite der Holzleisten (z.B. 4,7 cm) entsprechen. Die kurzen Leisten wären dann 50 - 2 * 4,7 cm lang. Für ein 100x50 cm Aquarium bräuchte man also zwei Leisten mit 1 m Länge und zwei Leisten mit 40,6 cm Länge (wenn die Leisten 4,7 cm breit sind).

Besitzt man ein Aquarium mit Ablageflächen für die Abdeckung, misst man ebenfalls die maximale Länge und Breite aus und berechnet die kurzen Seiten ebenfalls über die Formel: maximale Breite - 2 * Breite der Holzleisten. Da sich in den Ecken oft noch etwas Silikon befindet, sollte man bei allen Leisten noch etwa 0,5 cm abziehen, damit die Abdeckung auch später wirklich in das Aquarium auf die Leisten passt.

Wichtig ist, dass die Leisten nicht allzu lang werden sollten, da es sonst instabil wird. Für ein sehr breites Aquarium ab etwa 1,5 m sollte man die Abdeckung zweigeteilt bauen, also einfach zwei Rahmen mit der Hälfte der Breite des Aquariums.

 

Material:

Neben den zugeschnittenen Holzleisten benötigt man noch flache Eckwinkel und Schrauben. Die Schrauben müssen sowohl zu den vorgesehenen Schraublöchern in den Winkeln passen als auch so kurz sein, dass sie später nicht aus dem Holz herausschauen. Außerdem benötigt man noch ein Stück Volierendraht, das groß genug ist, um in den Rahmen getackert zu werden. Dazu benötigt man natürlich Tackerklammern und einen Industrietacker.

 

Vorgehensweise:

Viele Baumärkte schneiden einem die Leisten zu, in jedem Fall sollte man die Schnittkanten aber später noch abpfeilen.

 

Anschließend kann man die Leisten lackieren wenn man möchte, damit sie z.B. zur restlichen Einrichtung passen. Dies ist jedoch nicht nötig, man kann auch einfach direkt mit den Holzleisten arbeiten.

 

Dann legt man die Leisten probehalber zurecht (mit der späteren Oberseite nach unten!) und schaut, dass alles rechtwinklig liegt.

Liegen die Leisten gut, werden in alle vier Ecken die Winkel angeschraubt.

Nun wird der Volierendraht in der richtigen Größe zugeschnitten, sollte man eine ganze Rolle gekauft haben. Dazu nutzt man eine Drahtschere oder ein ähnliches Werkzeug.

Anschließend wird der Draht auf der (immernoch oben liegende) Unterseite, also dort wo sich auch die Winkel befinden, festgetackert.

Von unten sieht die fertige Abdeckung dann so aus:

Auf dem Gehege (hier ein aquarienähnlicher Eigenbau) sieht es so aus:

Hier eine Abdeckung auf einem Aquarium ohne Abdeckungsleisten. Dort sollte möglichst genau gebaut werden und nicht etwa mit zu kurzen Leisten, da die Abdeckung sonst in das Aquarium fällt.

Auf diesen dünnen Rändern muss die Abdeckung aufliegen. Daher lieber etwas zu groß als zu klein bauen!

Da das Aquarium 1,5 m breit ist, hat es eine zweigeteilte Abdeckung, also einfach zwei Abdeckungen mit je 75 cm Breite.

Eine Abdeckung die auf den Leisten im Aquarium liegt, könnte so aussehen:

Die Leisten selbst sehen so aus:

Hier sieht man noch einmal schön, wie die Abdeckung von der Seite aussieht, wenn sie im Aquarium auf den Leisten aufliegt. Zu allen Seiten ist noch etwas Luft, damit die Abdeckung auch wirklich passt.

Preis:

Der Preis für eine solche Abdeckung kann sehr variieren, je nach Größe der Abdeckung, verwendetem Holz, Schrauben usw. Hat man bereits einen Tacker mit Klammern, Schrauben etc. Zuhause, ist es natürlich günstiger, als wenn man alles erst kaufen muss. Hat man jedoch bereits alles da und benötigt nur noch das Holz, die Winkel und den Volierendraht, kommt man mit etwa 20 € hin. Natürlich ist dort keine ganze Rolle vom Volierendraht eingerechnet, da diese allein schon 30 € kostet bei einer Größe von 1 m Breite und 5 m Länge. Im Internet gibt es aber oft Anbieter, die einem die Wunschgröße liefern und manche Baumärkte schneiden ebenfalls Stücke vom Volierendraht zu, sodass man keine ganze Rolle kaufen muss.